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Es geht um die Bohne! Sojaanbau global und im westfälischen Beckum

06/06/2021 ; 15:00 16:30

virtuelle Diskussionsveranstaltung

Die Sojabohne ist mit 151 Millionen Tonnen eine der meistgehandelten Nutzpflanzen weltweit. Ihre Verwendung reicht von Tierfutter über Lebensmittel bis Treibstoff für den Tank. Gemeinsam wollen wir den Blick zuerst auf den globalen Süden richten: Welche sozialen und ökologischen Folgen ergeben sich für die Menschen, Tiere und die Umwelt in den Anbaugebieten der Sojabohne? Was sind hochgefährliche Pestizide und warum ist besonders die Gesundheit von Landarbeiter:innen im globalen Süden durch ihren Einsatz gefährdet? Zudem nehmen wir auch den regionalen Sojaanbau bei uns unter die Lupe. Wie sieht der Sojahandel in Deutschland aus? Wie kann Soja „nachhaltig“ angebaut und vermarktet werden? Wie geschieht dies ganz konkret auf dem Hof Sprenker im westfälischen Beckum?

Referent:innen:
Wiebke Beushausen, Projektmitarbeiterin für den Bereich Welternährung und globale
Landwirtschaft, INKOTA e.V.

Das INKOTA-netzwerk ist eine entwicklungspolitische Organisation mit Sitz in Berlin, die seit 50 Jahren mit politischen Kampagnen und in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen im globalen Süden Hunger und Armut bekämpft und für eine gerechte Globalisierung eintritt. Im April dieses Jahres war INKOTA Mitherausgeber einer Studie, die sich mit dem Handel hochgefährlicher Pestizide beschäftigt und deren verheerenden Auswirkungen in Südafrika,
Brasilien und Mexiko dokumentiert.
Wiebke Beushausen spricht über die Gefahren für die menschliche Gesundheit und Umwelt, die von dem massiven Pestizideinsatz in der industriellen Landwirtschaft ausgehen und präsentiert Stimmen aus dem globalen Süden in Form von O-Tönen.

Elisabeth & Benedikt Sprenker, landwirtschaftlicher Betrieb Hof Sprenker Neben anderen Nutzpflanzen baut der Hof Sprenker in Beckum, 50 km Luftlinie von Dortmund, seit 2002 Ackerbohnen und seit 2010 Sojabohnen an. Die ursprüngliche Idee war, eigenes Soja für die Fütterung der Schweine anzubauen und damit auf Importsoja zu verzichten.

Mittlerweile vermarktet die Familie einen Teil des Sojas für die menschliche Ernährung zur Herstellung von Tofu und Drinks. Zudem baut die Familie seit fünf Jahren Edamame (Gemüsesoja) an, welches über den eigenen Hofladen, Marktschwärmereien und überregional im Lebensmitteleinzelhandel vermarktet wird. Dabei setzt die Familie Sprenker im Betrieb auf eine vielfältige Fruchtfolge, Blühstreifen und Feldvogelinseln, um einen Beitrag zu einer langfristig naturverträglichen Landwirtschaft zu leisten. In den nächsten Jahren soll insbesondere die regionale Verarbeitung und Direktvermarktung verschiedenster Hülsenfrüchte weiter ausgebaut werden. Live-Blick aufs Soja-Hochbeet

Wie sieht die Sojapflanze eigentlich aus? Jörg Lüling von der Initiative für einen Ernährungsrat Dortmund zeigt live ein Soja-Hochbeet, das die Initiative für die „Weltgarten“- Ausstellung im Dortmunder Westfalenpark angelegt hat. Dafür hat der Hof Sprenker seine Sojasamen zur Verfügung gestellt.

Moderation: Alessa Heuser, Stadt Dortmund, Büro für Internationale Beziehungen

Anmeldung unter https://inkotade.zoom.us/meeting/register/tZAqceihpjsqHNa7dsn9ke5YWOd2WLQ4-A1n

Nach der Registrierung wird Ihnen der Link zur Veranstaltung zugeschickt.

Weitere Rückfragen an: aheuser@stadtdo.de.

Über die Initiative für einen Ernährungsrat Dortmund

Ernährungsrat Dortmund – Globale Herausforderungen lokal angehen!
Gute gesunde Ernährung für alle

Der Dortmunder Ernährungsrat – Wer wir sind und was wir tun Wir sind eine Initiative zur Gründung eines Ernährungsrates in Dortmund. Wir wollen die Ernährung in Dortmund regional und im Sinne der Nachhaltigkeit gestalten. Wir wollen ein Netzwerk knüpfen und Einzelpersonen, gemeinnützige Einrichtungen, Unternehmen aus Landwirtschaft, Lebensmittelhandwerk, Gastronomie und Handel mit der Stadtverwaltung, der Politik und Dortmunder Bürger:innen für eine gemeinsame Ernährungsstrategie zusammen bringen. Wir sehen unser Handeln im Zusammenhang mit den 17 UNNachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 und berücksichtigen hier vor allem die Ziele SDG 2
(Kein Hunger), SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen), SDG 4 (Hochwertige Bildung), SDG 12
(verantwortungsvoller Konsum- und Produktionsmuster).

Wir treten für die Stärkung der regionalen Herstellung von Lebensmitteln ein und haben uns das Ziel gesetzt, dass sich die Bürger:innen der Stadt mit guten, gesunden, fair und möglichst ökologisch produzierten Lebensmitteln versorgen können. Dafür ist eine ganz neue Ernährungspolitik nötig, bei der alle Dortmunder Bürger:innen mitmachen können. Zu diesem Ernährungssystem gehört der Anbau der Lebensmittel, deren Verarbeitung und der
Handel auf Märkten, Hofläden und Supermärkten. Der Genuss guter Lebensmittel, aber auch die Vermeidung von Lebensmittelverschwendung werden beachtet. Dazu können wir alle in Dortmund etwas sagen und tun.
Zur Umsetzung dieser Ziele arbeiten wir an diesen Arbeitsbereichen:

  • gesunde Ernährung für Kitas und Schulen
  • Bildungsangebote „vom Acker bis zum Teller“
  • öffentliche Beschaffung von Lebensmitteln und Betrieben
  • Lebensmittelverschwendung

Gefördert wird die Veranstaltungsreihe durch Engagement Global gGmbH im Rahmen des
Servicestelle Kommunen in der Einen Welt-Programms mit Mitteln des Bundesministeriums
für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).

Foto: CRS Photo /Shutterstock

Details

Datum:
Juni 6
Zeit:
15:00 – 16:30
Eintritt:
Kostenlos
Veranstaltungskategorien:
, , ,
Webseite:
https://ev.frau-lose.de/wp-content/uploads/2021/06/ErnaehrungsratDO_Weltgarten_Programm_gross.pdf

Veranstalter

Initiative für einen Ernährungsrat

online

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Der Weltgarten 2021 wird